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Steuern sparen · Sofort umsetzbar
Freistellungsauftrag 2026:
1.000€ Steuervorteil richtig nutzen
Von Eugen · 4 Minuten Lesezeit · Zuletzt aktualisiert Juni 2026
Fast jeder Investor lässt dieses Geld auf der Straße liegen. Dabei ist der Freistellungsauftrag eine der einfachsten Maßnahmen, die du heute, in 5 Minuten, kostenlos umsetzen kannst.
Was ist der Freistellungsauftrag?
In Deutschland werden Kapitalerträge — also Dividenden, Zinsen und realisierte Kursgewinne — mit der sogenannten Abgeltungssteuer von 25% plus Solidaritätszuschlag (ca. 26,375% gesamt) besteuert.
Der Sparerpauschbetrag (umgangssprachlich Freistellungsauftrag) legt fest: Die ersten 1.000€ Kapitalerträge pro Jahr bleiben steuerfrei. Bei Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern sind es sogar 2.000€ — also je 1.000€ pro Person.
263,75€
Maximale Steuerersparnis pro Jahr bei 1.000€ Freibetrag (25% + Soli = 26,375%)
Wer keinen Freistellungsauftrag stellt, zahlt ab dem ersten Euro Kapitalertrag Steuern. Die Bank führt die Steuer automatisch ab — und du bekommst nichts davon zurück, außer du machst es über die Steuererklärung.
So richtest du ihn ein
1
Login bei deiner Bank/deinem Broker. Jede Bank und jeder Broker bietet die Möglichkeit, einen Freistellungsauftrag einzurichten. Bei Neobrokern wie Scalable Capital geht das direkt in der App oder im Web-Interface unter "Konto" oder "Steuer".
2
Betrag eintragen. Du kannst den Freibetrag auf mehrere Banken/Broker aufteilen — die Summe darf 1.000€ nicht überschreiten. Beispiel: 500€ bei Bank A, 500€ bei Broker B.
3
Unterschreiben/digital bestätigen. Fertig. Das gilt unbegrenzt bis du es änderst oder widerrufst.
Ehepartner-Tipp: Verheiratete können den gemeinsamen Freibetrag von 2.000€ flexibel aufteilen. Wenn einer mehr Kapitalerträge hat, legt ihr den vollen Betrag bei dem Broker/der Bank ein, wo mehr Erträge anfallen. Das müsst ihr per gemeinsamem Antrag beantragen.
Wie teile ich den Freibetrag auf?
Hast du Konten bei mehreren Banken oder Brokern? Dann macht es Sinn, den Freibetrag so aufzuteilen, wie du die Erträge erwartest. Wer beispielsweise 80% seiner Anlagen bei Scalable Capital und 20% auf einem Tagesgeldkonto hat, sollte den Freibetrag entsprechend aufteilen: 800€ + 200€.
Du kannst den Freistellungsauftrag jederzeit ändern — auch noch rückwirkend im laufenden Jahr.
⚠️ Achtung: Wenn du an mehreren Stellen einen Freistellungsauftrag hast, darf die Gesamtsumme 1.000€ (bzw. 2.000€ bei Ehepaaren) nicht überschreiten. Das ist strafbar und kann bei einer Steuerprüfung auffallen. Im Zweifel lieber einen Euro weniger eintragen.
Was zählt als Kapitalertrag?
Folgende Erträge werden gegen den Freibetrag verrechnet: Zinsen (Tagesgeld, Festgeld, Anleihen), Dividenden aus Aktien und ETFs sowie realisierte Kursgewinne beim Verkauf von Wertpapieren.
Thesaurierende ETFs (die keine Dividende ausschütten, sondern automatisch reinvestieren) schütten zwar keine Dividende aus — aber es gibt die sogenannte Vorabpauschale, die seit 2018 jährlich auf thesaurierende ETFs erhoben wird. Auch diese wird gegen deinen Freibetrag verrechnet.
Fazit: 5 Minuten, die sich lohnen
Das ist wahrscheinlich die einzige Maßnahme in diesem Artikel, die du heute noch umsetzen kannst und die dir sofort etwas bringt. Keine Recherche, keine Beratung, keine Kosten. Nur kurz einloggen und den Freistellungsauftrag stellen — oder prüfen, ob er schon korrekt eingerichtet ist.
Bis zu 263,75€ steuerfreie Erträge pro Jahr. Das ist zwar kein Vermögen — aber es ist dein Geld, und du hast Anspruch darauf.
Und wenn der Freibetrag ausgeschöpft ist?
Glückwunsch — das bedeutet, du machst schon mehr als 1.000€ Kapitalerträge pro Jahr. Mein Finanzplan zeigt dir, wie du weiter optimierst.
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