Warum die meisten überrascht werden

Die Renteninformation, die du jährlich per Post bekommst, zeigt dir eine Zahl. Die meisten schauen einmal drauf und denken: "Okay, irgendwas kommt ja". Was dabei fehlt: Der Vergleich mit dem, was du wirklich brauchst.

Experten rechnen, dass du im Alter etwa 70–80% deines letzten Nettogehalts benötigst, um deinen Lebensstandard zu halten. Die gesetzliche Rente zahlt dir aber nur rund 48% deines letzten Bruttogehalts — und das ist vor Steuern und Krankenversicherungsbeiträgen.

Die Rentenlücke in 3 Schritten berechnen

Du brauchst dafür nur: deine aktuelle Renteninformation (Post von der Deutschen Rentenversicherung) und dein aktuelles Nettogehalt.

1

Erwartete Rente ermitteln

Schau auf deine Renteninformation: Dort steht "Ihre voraussichtliche monatliche Altersrente" — nimm den Wert unter "bei Rentenbeginn mit 67 Jahren". Davon gehen noch ca. 10–11% für Kranken- und Pflegeversicherung weg.

Netto-Rente ≈ Rente aus Bescheid × 0,89
2

Benötigtes Einkommen schätzen

Multipliziere dein aktuelles Netto-Monatseinkommen mit 0,75 (75%). Das ist ein realistischer Richtwert für den Lebensstandard im Ruhestand — ohne Pendeln, Berufskleidung, aber mit steigenden Gesundheitskosten.

Bedarf im Alter ≈ Aktuelles Netto × 0,75
3

Die Lücke berechnen

Die Differenz ist deine Rentenlücke — der Betrag, den du jeden Monat selbst durch eigenes Vermögen decken musst.

Rentenlücke = Bedarf im Alter − Netto-Rente

Konkretes Beispiel: 3.000€ Nettogehalt

Beispiel-Rechnung

Aktuelles Nettogehalt3.000€ / Monat
Rente laut Bescheid (brutto)1.400€ / Monat
KV + PV Abzüge (−11%)−154€
Netto-Rente1.246€ / Monat
Bedarf im Alter (75% von 3.000€)2.250€ / Monat
Monatliche Rentenlücke−1.004€

Über 1.000€ pro Monat fehlen — das ist über 12.000€ pro Jahr. Bei 20 Jahren Rentenzeit wären das über 240.000€, die du selbst aufbringen müsstest. Und das ohne Inflationsanpassung einzurechnen.

Wichtiger Hinweis zur Inflation: Die Kaufkraft von 1.004€ heute ist in 20 Jahren deutlich weniger wert. Bei 2% Inflation pro Jahr brauchst du in 20 Jahren etwa 1.480€, um dieselbe Kaufkraft zu haben. Die reale Lücke ist also noch größer als die Rechnung zeigt.

Was ist die Lösung?

Die Rentenlücke kannst du schließen — aber nicht durch die gesetzliche Rente oder Riester allein. Die Lösung ist eigenes Kapitalvermögen, das im Alter Erträge abwirft.

Ein einfaches Rechenbeispiel: Wenn du 200.000€ in einem breit gestreuten ETF hast und jährlich 4% entnimmst (die sogenannte 4%-Regel), hast du monatlich ca. 667€ zur Verfügung — ohne, dass dein Kapital schrumpft. Bei 300.000€ wären es 1.000€ pro Monat.

Das klingt nach viel. Aber: Wer 20 Jahre lang 300€ pro Monat in einen ETF-Sparplan investiert und 7% Rendite erzielt, kommt auf etwa 157.000€. Wer 400€ investiert, auf etwa 210.000€. Das ist erreichbar — wenn man früh genug anfängt.

Starte jetzt — mit meinem kostenlosen Finanzplan

Mein 5-Schritte-Plan zeigt dir, wie du systematisch Vermögen aufbaust, um deine Rentenlücke zu schließen. Kostenlos, ohne Anmeldung, ohne Berater.

Jetzt kostenlos holen →